Warum wird die Legionellenprüfung
druchgeführt?

Der Bundesrat begründete die Ausweitung der Legionellenprüfung mit steigenden Kosten im Gesundheitswesen, die durch Erkrankungen mittels Bakterien im Trinkwasser hervorgerufen werden. Insbesondere sei die Zahl an Legionellenbefunden in den letzten Jahren enorm angestiegen.

Legionellen sind im Wasser lebende Bakterien, die beim Menschen die gefährliche Legionärskrankheit auslösen können. Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine Art Lungenentzündung die, im schlimmsten Fall bis zum Tode führen kann.

Legionellenprüfungen müssen an allen Orten durchgeführt werden, an denen Menschen mit Wasser in vernebelter Form, (also vor allem beim Duschen) Legionellen einatmen können.

Wer muss das Trinkwasser auf Legionellen prüfen lassen ?

Ursprünglich waren laut TVO nur große Trinkwasserversorgungsanlagen die ihr Wasser öffentlich zur Verfügung stellen zu einer Legionellenprüfung verpflichtet. Darunter fallen zum Beispiel: Schwimmbädern, Krankenhäuser, Schulen und Hotels.

Nach der Novellierung sind nun auch kleinere Trinkwasseranlagen, die im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit Trinkwasser abgeben, zu einer Legionellenprüfung verpflichtet. Weiterführende Informationen finden sie in diesem DVGW Arbeitsbalt Legionellenprüfung. Dies betrifft nun vor allem auch vermietete Immobilien.

Laut der Novellierung der TVO müssen alle Warmwasserbereitungsanlagen eine wiederkehrende Legionellenprüfung durchführen lassen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Trinkwasserversorgungsanlagen mit einen Speichervolumen von mehr als 400 Litern
  • und/oder Leitungen mit mehr als 3 Litern Inhalt vom Trinkwassererwärmer bis zur weitest entfernten Entnahmestelle

Wer darf die Legionellenprüfung durchführen?

Die Legionellenprüfung darf nur von akkreditierten Laboren mit zertifizierten Probenehmern durchgeführt werden. Sie muss alle 3 Jahre wiederholt werden. Eine Meldung an das Gesundheitsamt ist nur bei einem positiven Befund (Legionellenbefall) nötig.